5 September 2021

EM Budapest I Silber für Deutschland, Brauchle gewinnt Bronze!

Schon lange war der Ausgang eines Vierspänner-Championats in sowohl der Team- als auch der Einzelwertung so spannend wie bei der heute zu Ende gegangenen Vierspänner-EM in Budapest! Die Strafpunktunterschiede zwischen den führenden Teilnehmern und Nationen waren denkbar gering nach dem Marathon. Der Hindernisfahrparcours war jedoch herausfordernd und die erlaubte Zeit war denkbar knapp. Mit diesem Druck wurde Bram Chardon am besten fertig, der sich Einzeltitel und dem niederländischen Team die mannschafts-Goldmedaille sicherte. Damit verwies er seinen Vater IJsbrand auf Silber, während sich Michael Brauchle über Braonze freuen durfte und Deutschland die Silbermedaille im Nationenpreis sicherte.

Gemeinsam mit Mareike Harm und Georg von Stein bildete Brauchle das deutsche Team. Nach Siegen von Mareike Harm in der Dressur und von Michael Brauchle im Marathon lag Deutschland vor dem abschließenden Kegelfahren in Front. Bereits nach den ersten Fahrern wurde klar, dass nicht primär der technische Anspruch des Parcours ausschlaggebend sein würde, sondern vor allem die knappe erlaubte Zeit. Recht viele Teilnehmer schafften die Parcours ohne Hindernisfehler, jedoch immer auf Kosten von Zeitfehlern. Einzig der Franzose Anthony Horde schaffte es, innerhalb der erlaubten Zeit ins Ziel zu kommen. Leider war unterwegs ein Ball von den Kegeln gefallen.

„Es war eine super spannende Woche“, erläuterte der niederländische Bundestrainer Ad Aarts. „So spannend war es im Nationenpreis schon lange nicht mehr. Ich glaube, dass vor allem an dem Marathon lag, der weniger technisch war, als wir es gewohnt sind, sondern vor allem auf Kraft und Ausdauer gebaut war. Er enthielt Brücken, tiefe Senken und zwei schwere Wasserhindernisse. Dadurch wurden die Karten neu gemischt.“



Foto: Váraljai Zoltán

Diese EM hat gezeigt, dass die deutschen Vierspännerfahrer vor allem in der Dressur enorme Fortschritte gemacht haben und den Niederländern mindestens ebenbürtig sind. Im Marathon scheint Michael Brauchle zurzeit in einer eigenen Liga zu fahren. Aber auch in der Breite legt der deutsche Vierspännersport deutlich nach.

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Foto: Váraljai Zoltán

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