11 September 2021

Zweispänner-WM Kronenberg: Marathonsieg für Dennis Schneiders, Ungarn übernimmt Führung

Der gestrige Marathon lockte viele begeisterte Zuschauer an. Die acht anspruchsvollen Hindernisse verlangten den Gespannen eine Menge Kraft und Steuerkunst ab. Viele Fahrer schafften es nicht ohne Fehler bis ins Ziel zu kommen. Letztendlich war Dennis Schneiders der Sieger, während Ungarn im Nationenpreis die Führung übernommen hat.

Der Dressursieger Martin Hölle erwischte im Marathon einen Sahnetag. Superschnell und ohne Fehler glitt er durch die Hindernisse. Er war am Ende Vierter in dieser Teilprüfung und baute seinen Vorsprung auf den deutschen Mannschaftsfahrer Sandro Koalick, der seinerseits auch auf einen gelungenen Marathon zurückblicken kann, auf etwa 7 Punkte aus. Der Tagessieg ging jedoch an Marathonspezialist Dennis Schneiders, der sein Gespann kontrolliert und dadurch sehr schnell durch die Hindernisse lenkte. Nur ein paar Zehntel eines Strafpunktes wurde ein weiterer Marathonspezialist hinter ihm Zweiter: der Ungar György Fekete. Im Gegensatz zu Schneiders, der als Einzelfahrer für Deutschland startet, gehört Fekete dem ungarischen Team an und leistete somit einen wichtigen Beitrag zur zwischenzeitlichen Führung seines Teams im Nationenpreis. Auch die übrigen deutschen Mannschaftsfahrer Marco Freund und Anna Sandmann schnitten im Marathon gut ab, während vor allem Arnd Lörcher als weiterer deutscher Einzelfahrer zu überzeugen wusste.


Marathonwinnaar Dennis Schneiders
Foto: Krisztina Horváth

Der Blick auf die Tabelle

In der Einzelwertung ist vor dem heutigen Hindernisfahren noch nichts entschieden. Zwar führt Hölle mit sieben Punkten vor Sandro Koalick, denkt man aber zwei Jahre zurück an die letzte WM in Drebkau, dann kann sich das Blatt in den Kegeln noch gewaltig wenden. Auch den Überraschungsdritten Franck Grimonprez, der nur knapp hinter Koalick auf Rang drei rangiert, sollte man nicht aus den Augen verlieren. Auch Anna Sandmann hat auf Rang 5 die Medaillenränge noch in Reichweite.


Theo Timmerman
Foto: Krisztina Horváth

Nationenpreis

Ungarn geht mit einem Punktevorsprung von 9 Strafpunkten in das allesentscheidende Hindernisfahren, bei dem Tempo, fahrerisches Geschick und die Durchlässigkeit der Pferde mit dem schweren Marathon von gestern in den Beinen ausschlaggebend werden dürften. Dazu kommt dass noch der Faktor Nervenstärke. Wer sich im entscheidenden Moment dem Druck standhält, hat gute Karten, am Ende die Nase vorn zu haben.

Das könnte auf der Zielgeraden ein Vorteil für die deutschen Mannschaftsfahrer sein, die ihre Kaltschnäuzigkeit im Kegelparcours des Öfteren unter Beweis gestellt haben.  Hinter dem Kampf um Gold wird wahrscheinlich auch die Bronze-Medaille noch hart umkämpft werden. Frankreich liegt aktuell mit etwas mehr als drei Punkten vor den Niederlanden an Rang drei. Die gastgebenden Niederlande werden alles daran setzen, eine Medaille im Nationenpreis zu ergattern. In der Einzelwertung sind die Aussichten darauf äußert gering.

 

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György Fekete was de snelste Hongaar
Foto: Krisztina Horváth

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